Mehr Jobs als in der Automobilindustrie

Jobmaschine Forst- und Holzwirtschaft

Der Cluster Forst und Holz zählt in Deutschland nahezu 760.000 Beschäftigte in etwa 129.000 Betrieben und setzt mehr als 108 Mrd. Euro um (nach der weiter gespannten EU-Cluster-Definition handelt es sich um über 1,3 Mio. Beschäftigte und ca. 185.000 Betriebe bei einem Umsatz von etwa 181 Mrd. Euro). Somit haben Forst und Holz eine deutlich größere arbeitsmarktpolitische und volkswirtschaftliche Bedeutung als gemeinhin angenommen. Auch im Vergleich mit z.B. der Automobilindustrie, die mit knapp 723.000 Beschäftigten (VDA 2009) im Mittelpunkt des wirtschaftspolitischen Interesses steht,  ist der Cluster ein sozioökonomisches Schwergewicht. Deutlich kleiner fällt der Umsatz der Bioenergiebranche (mit Biogas und Energiepflanzen) aus, der 2009 auf 11,4 Mrd. Euro gestiegen ist; rund 65.000 Arbeitsplätze gehen hier auf feste Biomasse zurück.

Mit einem Jahresumsatz von 4,2 Mrd. Euro und 13.000 Beschäftigten ist Deutschland der bedeutendste Holzwerkstoffproduzent in Europa. Wie die Sägeindustrie und der Holzmaschinenbau nimmt auch sie global betrachtet eine Markt- und Innovationsführerschaft ein.

Bei intelligenter stofflicher Nutzung von Holz wird je 100 m³ Holz ein Arbeitsplatz für ein Jahr gesichert. Gingen 10 Mio. m³ pro Jahr mehr in die stoffliche Nutzung, würden 100.000 Arbeitsplätze zusätzlich entstehen und das Restholz könnte energetisch verwertet werden.