Holzprodukte schützen das Klima

Die stoffliche Holznutzung wirkt sich in zweierlei Hinsicht positiv auf unser Klima aus: durch den Substitutionseffekt und durch die Kohlenstoffspeicherung. Dagegen ist die energetische Holznutzung lediglich "nahezu klimaneutral".

Substitutionseffekt:

Holzprodukte substituieren 1. andere Produkte, deren Herstellung mehr CO2-Emissionen verursacht. An ihrem Lebensende können Holzprodukte 2. energetisch genutzt werden und somit nochmals fossile Brennstoffe ersetzen.

Kohlenstoffspeicherung:

Holzprodukte stellen für die gesamte Zeit ihrer Nutzungsdauer einen CO2-Speicher dar, d.h. in ihnen lagert der Kohlenstoff aus der Photosynthese der Bäume. Schätzungen in zahlreichen Studien gehen von einer weltweiten Zunahme des jährlichen Kohlenstoffspeichers in Holzprodukten bis zu 139 Mio. t Kohlenstoff (C) aus. Rund 510 Mio. t CO2 bleiben der Atmosphäre nach dieser Berechnung jährlich erspart und bedeuten einen Zeitgewinn im globalen Kampf gegen den Klimawandel.
In Deutschland sind aktuell schätzungsweise 334 Mio. t C in Holzprodukten gespeichert. Das entspricht 1,22 Mrd. t CO2.
Für die Jahre 1990 bis 2005 wurde errechnet, dass durch einen steigenden Holzeinsatz vor allem beim Bauen, Modernisieren und Einrichten (Schnittholz und Holzwerkstoffe) jedes Jahr zwischen 3,4 und 6,7 Mio. t C zusätzlich gebunden wurden (also bis zu 24,6 Mio. t CO2).

Der Speicher vergrößert sich also insgesamt, was bei einer energetischen Nutzung nicht der Fall ist.

Langfristig hat nur eine dauerhafte Steigerung der stofflichen Verwendung eine positive Wirkung auf das Klima. Gerade im Baubereich besteht noch ein hohes Potenzial in Deutschland; hier liegt der Holzhausanteil erst bei rund 17%, in Nordamerika > 85% und in Skandinavien > 90%.