Änderungen zum Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien angemahnt (EEG-Entwurf vom 17. Mai)

Der VHI fordert die Politik auf, die offensichtlichen Fehlentwicklungen im Bereich der Biomasse Holz bei der jetzt anstehenden Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) konsequent zu korrigieren. Das EEG müsse strikt nach Energieeffizienz und Ressourcenverfügbarkeit sowie nach sozioökonomischen Prioritäten ausgerichtet werden. Für neue Biomasseanlagen darf es keine Förderung mehr für die Holzverbrennung weder für Frisch- noch für Altholz geben. In der NaWaRo-Liste sind Waldhackschnitzel zu streichen und ausschließlich durch Holz aus Kurzumtriebsplantagen, deren Herkunft nachzuweisen ist, und durch Rinde zu ersetzen. Ein Kaskadenbonus für die Holzverbrennung in bisherigen Anlagen sollte als Effizienzanreiz geschaffen werden.

Holz liefert bereits jetzt 6 % des Wärmebedarfs und 5 % des Strombedarfs. Eine Ausweitung geht eindeutig zu Lasten der stofflichen Verwertung, was Arbeitsplätze kostet und dem Klima schadet.

Die ausführlich formulierten Änderungsvorschläge sind hier (VHI_Aenderungsvorschlaege EEG_16052011) abrufbar. Außerdem hat der VHI eine gemeinsame Stellungnahme mit dem Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland erarbeitet: BSHD_VHI_Stellungnahme zum EEG_20052011.